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Deutsches Rotes Kreuz
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Die Sanitätsgruppe

Aufgrund der notfallmedizinischen Entwicklung des Rettungsdienstes hat sich die Aufgabenstellung des Sanitätsdienstes in den vergangenen Jahren stark verändert.

Bei Ereignissen mit Personenschäden wird die Rettungsleitstelle in Hannover je nach Ausmaß der Schadenslage - entsprechend den festgelegten Alarmierungs- und Einsatzvorgaben (Alarm- und Ausrückeordnungen) - alle zur Verfügung stehenden eigenen Rettungsmittel, ggf. weitere Rettungsmittel benachbarter Rettungswachen und Landkreise, die Schnelleinsatzgruppen Sanität in der Region Hannover und den Luftrettungsdienst alarmieren und einsetzen. Es ist davon auszugehen, dass die primäre Versorgung von Verletzten durch rettungsdienstliches Personal begonnen wird. Ein "Leitender Notarzt" (LNA) hat die medizinische Einsatzleitung und bestimmt mit dem organisatorischen Leiter (OrgL) den Einsatz der Rettungsmittel.

 

Damit kommt der Sanitätsgruppe im wesentlichen eine verstärkende und ergänzende Funktion zu.


Aufgaben

Die Sanitätsgruppe

  • führt dringend benötigtes Material wie Tragen, Decken, Infusionen, Sauerstoffgeräte, Verbandstoffe usw. an die Einsatzstelle und unterstützt die Notärzte und das Rettungsdienstpersonal bei der Rettung und Versorgung der Verletzten (Herstellen und Aufrechterhaltung der Transportfähigkeit).
  • schafft - je nach Notwendigkeit - die erforderlichen Infrastrukturen an der Einsatzstelle durch Einrichten eines Behandlungsplatzes.
  • sucht ggf. Verletzte und führt deren Erstversorgung durch.
  • übernimmt erstversorgte Verletzte, z.B. von Verletztenablagen und bringt diese zum Behandlungsplatz.
  • versorgt und betreut Verletzte und Kranke bis zu deren Transport in die Klinik.
  • versorgt die leicht verletzten Betroffenen und sorgt so für eine Entlastung des Rettungsdienstes, der Notärzte und der Krankenhäuser.
  • übernimmt die medizinische Versorgung kontaminierter Verletzter und führt gemeinsam mit Kräften der Feuerwehr oder des THW die behelfsmäßige Dekontamination durch.
  • nimmt unverletzte Betroffene in ihre Obhut und betreut diese.
  • sorgt für die Registrierung der Verletzten und Betroffenen und dokumentiert den gesamten Einsatz.


Sanitätslage

Die Personalstärke und die Ausstattung der Sanitätsgruppe der Einsatzeinheit ist für die Versorgung von 20 Verletzten ausgelegt. In Zusammenarbeit mit einem Notarzt des Rettungsdienstes, zwei RTW- und einer KTW-Besatzung versorgen der Arzt und die neun Helfer der Sanitätsgruppe der Einsatzeinheit:

  • 2 - 3 schwerverletzte Personen (Behandlungspriorität mit anschließender Transportpriorität, u.a. Infusions- und Intubationstherapie) und
  • 4 - 5 mittelschwer verletzte Personen (Behandlungspriorität aber keine Transportpriorität) und
  • 12 leichtverletzte Personen (keine  Behandlungs- und Transportpriorität).

Bei einer großen Zahl verletzter Personen haben die sanitätsdienstlichen Aufgaben Vorrang. Daher werden alle Helferinnen und Helfer der Einsatzeinheit zunächst sanitätsdienstlich tätig.